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Das 1x1 der Spambekämpfung

Die Bedeutung von Werbung in der Wirtschaft nimmt von Jahr zu Jahr zu. Diesen Trend haben sich Versender von Werbeemails zu Nutzen gemacht. Fast exponentiell steigen die Zahlen der Spamemails die täglich durch die Leitungen des Internets kursieren. Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen die unerwünschten Werbeemails der Spammer zu vermeiden.

8 Tipps zur Anti-Spam Offensive:

1. Die Tricks der Spammer
Sogenannte Spamcrawler sind ständig auf der Suche nach neuen Emailadressen. Eine weit verbreitete Methode ist das „erraten“ von Emailadressen. Große Emailanbieter wie z.B. GMX oder Web.de werden aufgrund ihres Bekanntheitsgrades von automatischen Skripten mit Emails bombardiert. Dabei versenden die Absender an häufig vorkommende Buchstaben- oder Wörterkombinationen die im Duden zu finden sind. Kurze Emailadressen wie flos@gmx.net oder biene@web.de werden so leichte Angriffsziele für Spamcrawler.
Am einfachsten vermeidet man von Spamcrawlern aufgespürt zu werden, indem man von Anfang an eine lange (dennoch einprägsame) Emailadresse wählt. Möchten Sie ihre bisherige Adresse weiter benutzen ist SpamBLK Whitemail die Lösung Ihrer Probleme.

2. Spam rechtzeitig erkennen
Bekommen Sie Emails die ihnen Viag@ oder eXta2y verkaufen wollen ist schnell klar, dass es sich hierbei um unerwünschte Werbemails handelt. Oftmals steckt aber genug kriminelle Energie hinter den Absendern, dass es auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, ob es sich hierbei um Spam handelt oder um ein offizielles Schreiben Ihrer Bank oder ähnlichem.
Eine einfache und meist effektive Möglichkeit die Echtheit fragwürdiger Emails zu prüfen, ist die in der Email enthaltene Internet-Adresse genauer zu untersuchen. Oftmals wird auf eine einzelne IP-Adresse (eine durch drei Punkte getrennte Nummer, z.B. 213.234.21.35) bzw. auf eine der Linkbezeichnung abweichende Seite verwiesen. Auch ein @-Zeichen in einer Internet-Adresse sollte Sie vorsichtig stimmen. In diesem Fall wissen Sie dass es sich um unseriösen Spam handelt.
Aber Vorsicht: Auch täuschende Internet-Adressen wie z.B. http://213.234.21.35/www.ebay.de/... oder http://www.ebay.de@104.212.1.5/... versuchen Sie zu täuschen.
Tipp: Oftmals reicht es mit der Maus kurze Zeit über der Internet-Adresse zu verweilen. Eine Zusatzinfo im Emailprogramm oder in Ihrem Browser verrät Ihnen wo der Link Sie hinführt.
Aber Achtung! Auch wenn nach einer derartigen Prüfung scheinbar alles in Ordnung ist, kann es sich weiterhin um gute getarnte kriminelle Emails handeln. Generell sollten Sie nie Passwörter oder persönliche Daten auf Seiten eingeben, auf welche Sie über einen Link in einer Email gelangt sind. Öffnen Sie Ihre Homebanking-Seite, eBay und ähnliche am besten immer durch manuelles Eingeben der Adresse in Ihrem Webbrowser oder über Ihre Favoriten/Lesezeichen.

3. Bilder in Emails
Eine weitere Möglichkeit für Spammer die Funktionalität Ihrer Emailadresse zu überprüfen ist zu überwachen, ob die in der Email integrierten Bilder vom Server der Spamversender geladen werden. Hier gibt es einen einfachen Weg das Problem zu umgehen: Benutzen Sie ein Email Programm, das Ihnen erlaubt die in Emails integrierten Bilder zu deaktivieren bzw nur auf Anfrage hin anzuzeigen. (z.B. Mozilla Thunderbird, Microsoft Outlook)

4. Unsubscribe-Links: Was dahinter steckt
Oftmals finden Sie am Ende eines Newsletters oder anderen automatisierten Emails einen Link, um sich automatisch aus dem Verteiler aus zutragen. Bei seriösen Anbietern ist dieser auch dafür gedacht. Vorsicht aber bei Spam. Der Klick auf den Unsubscribe-Link ist für Spammer ein Zeichen, das Ihre Emailadresse aktiv genutzt wird. Grund Ihnen mehr Spam zu zusenden.

5. OneTime: Keine Chance für Spammer
Oftmals erfordern Webseiten für die Suche in Foren oder das einfache Betreten der Seite die Angabe Ihrer Emailadresse, welche durch eine Bestätigungsemail überprüft wird. Wenn Sie von vornherein wissen, dass Sie von dieser Webseite keine weiteren Emails erhalten wollen, melden Sie sich dort mit einer temporären OneTime Emailadresse an. Je nach Ihrem Bedürfnis können sie den OneTime Zähler so einstellen, dass nur die eine Bestätigungsemail zu ihnen durchdringt oder doch noch die ein oder andere. (Was ist OneTime?)

6. Gewinnspiele im Netz
Am einfachsten wäre es von vornherein Gewinnspiele zu meiden. Möchten Sie dennoch die Chance auf den Gewinn wahrnehmen, tragen Sie sich dort auf keinem Fall mit ihrer regulären Emailadresse ein. Oftmals werden Gewinnspiele durch den Verkauf der Emailadressen an Spammer (mit-)finanziert, da diese so einfach an gültige Adressen kommen. Auch hier bieten die temporären Emailadressen von OneTime den einfachsten und sichersten Weg Spam zu vermeiden.

7. Ihre eigene Homepage
Eine weitere Möglichkeit für die bereits weiter oben genannten Spamcrawler, ist das Durchsuchen von Webseiten und öffentlichen Foren nach Emailadressen. Haben sie eine eigene Webseite ist es stark zu empfehlen die Emailadresse als Bild (z.B. als transparentes .gif) einzubinden anstatt als direkten Textlink. Nun ist Sie zwar nicht mehr „klickbar“ aber ihre Besucher werden es Ihnen nicht übel nehmen. Methoden wie das @ durch [at] zu ersetzen gehören der Vergangenheit an. Aktuelle Crawler erkennen und rekonstruieren Ihre Emailadresse. (flos[at]gmx.net = flos@gmx.net). In Foren sollten Sie daher auch stehts darauf achten, dass Sie in Ihren Profileinstellungen die Anzeige Ihrer Emailadresse unterbinden.

8. Emailadresse ist nicht gleich Emailadresse
Da es sich bei dem Emailstandart um einen schon etwas in die Jahre gekommenes Protokoll handelt lässt es sich leicht manipulieren. So ist es jedem Benutzer mit wenig Handgriffen möglich sich als x-beliebiger Absender auszugeben. Bekommen Sie also Emails von support@sparkasse.de, die Ihnen freundlich mitteilen, dass Sie Ihnen dringend Ihre PINs und TANs zwecks Wartungsarbeiten zuschicken müssen, ist Vorsicht geboten. Verschicken Sie grundsätzlich keine wichtigen Daten per Email.
Merken Sie sich das Absender nicht gleich Absender ist und beurteilen Sie jede Email mit Vorsicht.
Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass es komplexe Verfahren gibt die die Echtheit einer Email mittels verschlüsselter Emailsignaturen sicherstellen. Die Erklärung würde hier allerdings den Rahmen sprengen.

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